Dresden-Kalender 2005: Januar

Dresden Kalender 2005

Tradition, Dude! Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder einen Kalender – wer mag, kann ihn ausdrucken, ausschneiden und in eine CD-Box stellen: Das ist nämlich die passende Größe…

Das diesjährige Kalender-Motto ist das Weltkulturerbe Dresden – und das erste Motiv zeigt die Brühlsche Terrasse. Die Treppe wurde 1814 auf Befehl des russischen Gouverneurs Repnin Wolkonski angelegt, um die barocke Gartenanlage des Grafen Brühl der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Johannes Schilling schuf 1868/1871 die Figurengruppen „Vier Tageszeiten“.

Die Brühlsche Terrasse, die auch gerne als der „Balkon Europas“ bezeichnet wird, erstreckt sich parallel zur Elbe und oberhalb des Terrassenufers über fast einen halben Kilometer Länge. Dresdens Flaniermeile schlechthin bietet wunderbare Aussichten auf den Fluss mit den Raddampfern (die unterhalb der Brühlschen Terrasse an- und ablegen) bis weit ins Weinland elbabwärts.

Unter der Brühlschen Terrasse befinden sich Reste der alten Festung (Kasematten), die besichtigt werden können.

Benannt ist die Anlage nach dem Grafen Heinrich von Brühl, der so etwas wie eine Tellerwäscher-zum-Millionär-Karriere hinter sich hatte: Als Günstling Friedrich August II. brachte er es vom Leibpagen und Kammerherrn über den Außenminister zum „alleingebietenden Minister“ am sächsischen Hofe. Brühl wusste die Gunst auch materiell für sich zu nutzen – was den heutigen Besuchern sicher nichts mehr ausmacht: Seit 1814 ist die Terrasse öffentlich, eine große Treppe führt vom Schlossplatz auf das Areal.

So gut die Aussicht von der Brühlschen Terrasse ist, so bezaubernd ist sie aus einiger Entfernung auch dorthin: Das ganze Stadtpanorama entfaltet sich. Besonders an Sommerabenden (zum Beispiel von den Filmnächten am Elbufer) ist das Spiel der Farben der beleuchteten Gebäude interessant.

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