Kunst in Bärenstein

Bärenstein im Erzgebirge ist eine Stadt, die nicht zu kennen nicht schlimm ist. Es ist, liebe Pisa-Kinder, übrigens die kleinste Stadt in Sachsen, was aber außer den ungefähr tausend Bärensteinern keiner weiß. Vielleicht war sie es ja auch nur und das Schild auf dem Markt und die Titelzeile der Webseite sind nicht aktuell, denn seit Januar 2004 gehört Bärenstein nämlich als Stadtteil zu Altenberg.

einblick_2167Egal, denn eigentlich wollte ich etwas ganz anderes erzählen. Seit gestern gibt es in Bärenstein nämlich eine Galerie. Die Galerie im Geißlerhaus ist die Privatinitiative von Anett und Karsten Franz. Er ist Bauingenieur und Bärensteiner, sie ist Lehrerin und Künstlerin und – da mit Karsten verheiratet – mittlerweile auch Bärensteinerin.

dreiklang_2189Das Geißlerhaus ist über hundert Jahre alt und wäre, wenn alles schief gegangen wäre, beinahe abgerissen und zum Parkplatz erniedrigt worden. Das fand der Karsten jedoch nicht gut: Das Haus, meinte er, gehört zum Stadtbild und verweist auf ein altes Foto mit Pfarrhaus rechts, Geißlerhaus links und durchschauend im Hintergrund die Kirche. Nun ist es, modern und licht, als freundlicher Begrüßungspunkt auf dem Weg zum Markt (wenn man aus dem Müglitztal kommt) neu entstanden als “Galerie im Geißlerhaus”.

kuenstler_2186Die erste Ausstellung, die noch bis zum 25. September dauert, präsentiert zwei Künstler: Anett Franz mit Acrylmalerei und Olaf Stoy mit Porzellanplastik. Olaf Stoy ist nicht irgendwer, sondern war seit 1991 Chefmodelleur in der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden.

Kaufen kann man die Kunst auch, aber man kann auch nur so reinschauen. Heute zum Beispiel, weil da Tag der offenen Tür ist, trifft man sicher den einen oder anderen anderen Neugierigen dort an…

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