Apulische Augenblicke

„Wie war denn der Urlaub?“

„Ach“, sagt das Hemd, „aus meiner Sicht sehr spannend!“. Dabei blickt es stramm auf die sich von innen nähernde Wölbung.

Das Essen war also, wen wundert’s?, offensichtlich gut.

„Und das Wetter?“

„Sieh uns doch mal an!“ sagen die Füße. Merkwürdig: Streifenweise sind sie braun, dazwischen eher blass. War das Wetter also eher durchwachsen? „Quatsch!“ sagen die Füße und verweisen auf die Sandalen, an denen sie so hängen.

„Eine Frage noch: Apulien – wo liegt das eigentlich?“

Süditalien. Wer sich Italien als Stiefel vorstellt (und wer tut das nicht?), findet Apulien da, wo die Wade ist, wenn der Stiefel ausgezogen ist. Und wenn er wieder angezogen ist, dann hat so ein Stiefel gerne einen Sporn (im Reiter- oder Soldatenleben gerne mit gezacktem Rädchen): Das ist das Gargano.

„Das Klima bietet milde Winter und heiße Sommer“, lese ich in der Wikipedia und bin geneigt zu ergänzen: Der Mai kann erstaunlich kühl und durchwachsen sein, was den in Apulien lebenden Menschen mehr bekannt zu sein scheint als den Urlaubern: Letztere erkennt man an kurzen, weißen Hosen / Röcken / Kleidern und kurzärmeligen Hemdchen, die Einheimischen an Daunenjacken und durchweg eher dunkler Kleidung, die rein jahreszeitlch an den Übergang vom Herbst zum Winter erinnerte. Ich habe es dann aber nicht in den Wikipedia-Beitrag geschrieben (vielleicht will das ja jemand machen, eine Quelle könnte er (oder sie) hiermit ja angeben

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