Schlappmacher vs. Endorphine

Wanderung im Vallehermoso zum Roque Blanco und Roque Cano

Roque Cano

Bei unserer Lieblingswanderung um den Roque Cano gab es wieder zahlreiche Anlässe, erneut über diese berühmten Glückshormone nachzudenken. Wie kommt es beispielsweise, dass bei mir die Serotonine und Endorphine immer den Kürzeren ziehen und von den Schlappmachern besiegt bzw. verdrängt werden? Und wie soll man eine vernünftige Antwort auf derlei drängende Fragen finden, wenn während der Wanderung nicht einmal das Internet funktioniert?

Nach 400 Metern Aufstieg kamen erst die qualmenden Socken an, gefolgt von der pfeifenden Lunge und dem buppernden Herzen. Dann, nach einiger Zeit, kamen Serotonin und Endorphin und fragten: is was? „Verpisst Euch!“ sagten die Schlappmacher und trieben uns an, die nächsten 170 Meter zu steigen, um dann letztendlich doch klein beizugeben. Angesichts des Restaurante Roque Blanco, das außer uns alle bequem mit dem Auto erreicht haben, wird es besser, denn es markiert den Scheitelpunkt der Wanderung: von da an geht’s bergab. Da kommt Freude auf!

Im Restaurant sitzt die einheimische Bevölkerung, draußen auf der Terrasse mit wehenden Papiertischdecken das Touristenvolk. Bedient werden allerdings alle gleich freundlich!

Restaurante Roque BlancoWir probierten einen „mittleren Salat“, der als Vorspeise deklariert war und uns beiden völlig ausreichte. Außerdem eine gomerische Spezialität: Überbackener Käse mit Palmhonig. Der Käse erinnerte ein wenig an Halumi, quietschte auch so zwischen den Zähnen. Insgesamt ein schöner Zwischenstopp, und mit Blick auf die gomerisch-amerikanische Truppe am Nebentisch, die Kaninchen, Hähnchen und andere Leckereien bestellt hatte, wahrscheinlich auch einen eigenen Ess-Besuch wert. Wir würden dann auch, um weniger verschwitzt anzukommen, das Auto nehmen.

Dass die Glücklichmacher ausgerechnet dann Oberhand bekamen, als wir ein in gefrosteten Gläsern serviertes Dorada-Bier aus der Flasche als Wanderbier genossen, haben wir unter allen kritischen Aspekten später ausführlich erörtert. Erst einmal fanden wir es nur herrlich!

SchafeDer Rückweg über den Roque Cano war so prächtig wie vor fünf Jahren, sogar die Schafe waren wieder da – wenn auch an anderer Stelle. Und wahrscheinlich waren es auch andere Schafe, jedenfalls glotzten uns alle wie Unbekannte an. Wie immer gab es Nachzügler: Dieses Mal lugte erst ein Schäfchen etwas verunsichert über einen Steinfels, und als es uns in durchaus freundlicher Absicht nur mit den Kameras bewaffnet sah, drehte es sich kurz um und sagte im astrein gomerisch akzentuierten Schäfisch: „Die wollen nicht schlachten, die wollen nur knipsen!“, worauf drei weitere Schäfchen über den Kamm schauten und freundlich in die Kameras lächelten. Klick klick klick, und schon stieben sie davon…

Hier geht’s zur GPS-Aufzeichnung dieser Tour:

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