Urlaub in den Marken

Corinaldo

Es gibt ja immer noch Gegenden, die kaum einer kennt. Dazu muss man gar nicht so weit fahren, wie ich zuerst an mir und dann an nahezu allen Freunden und Bekannten feststellen konnte: Urlaub in den Marken – wo bitte?

Am StrandDie Marken sind eine der 20 Regionen Italiens, heißen dort Marche (was eine Google-Suche nicht einfacher macht, man landet dauernd bei einer Restaurantkette) und liegen an der Adria – gegenüber ist die Küste Kroatiens. 173 Kilometer Küste sind übrigens ein schönes Argument für einen Spätsommerurlaub, auch wenn längst nicht überall Sandstrand ist (im Gegenteil, man ist dort echt steinreich). Schnell ist man im Hinterland, und das ist auf eine Art und Weise bezaubernd hügelig, dass es manchmal fast unverschämt kitschig wird. Zu jedem ordentlichen Hügel gehört natürlich eine Ansammlung von Häusern mit mindestens einem castello und einer Kirche. Noch weiter im Landesinneren geht’s dann richtig in die Höhe, denn Italiens Rückgrat Apennin verlaufen hier (und bilden die Grenze zu Umbrien).

Nachdem wir eher zufällig diese Gegend als Urlaubsziel erkoren und eine Ferienwohnung gemietet hatten, erwies sich übrigens wieder einmal am praktischen Beispiel, wie klein die Welt doch ist: Eine virtuelle Freundin (Twitter, Facebook, Instagramm und so) hat dort mehr oder weniger ein Dorf weiter gearbeitet und ihren Sommerurlaub verbracht. Auf diese Art und Weise gelangten wir zu einer veritablen Liste guter Restaurants, von denen wir sogar einige besuchen konnten. Sie wollte uns aber nicht treffen und reiste kurz vor unserer Ankunft zurück nach Deutschland 😉

Aeroporto delle MarcheDer Flieger brachte uns von München nach Ancona. Das ist ein sehr bedeutender Regionalflughafen mit einem alten und zwei neuen Gebäuden. Unsere Maschine war die zweite auf dem Abfertigungsfeld, entsprechend ruhig und gelassen geht es zu. Autovermieter sind alle vor Ort, aber wir waren die einzigen Kunden und wurden schnell und professionell freundlich abgefertigt – der Charme des Kleinen. Beim Abflug ging’s natürlich genau so geruhsam zu, weswegen noch Zeit für einen letzten caffè war. Der kostete einen Euro. Auf dem Flughafen. Und war sehr, sehr gut!

[Karte bei Google | Mehr Bilder im Album bei flickr]
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