Über Zehntausend Euro Reinerlös bei Vinoficio 2013

Es hat doch sollen sein

Sie haben es getan! Wie die Franzosen, irgendwie ja Vorbilder der Weinauktion Vinoficio, entkorkten sie eine Flasche und versteigerten sie glasweise: Der 1920er Chambertin, ältester Wein der Auktion des Lion Clubs Dresden „Brücke Blaues Wunder“, war in der eigentlichen Auktion am Nachmittag übrig geblieben. Am Abend, beim Galamenü im Kastenmeiers (wo nachmittags in einem Zelt im Innenhof auch die Auktion stattfand), brachte die glasweise Versteigerung des 93 Jahre alten Weins noch insgesamt 220 Euro.

Hammer-Mann298 Flaschen waren unter den rund 60 Gästen zu versteigern, viele davon in großen Flaschen. In 88 Lots (zu Paketen geschnürten Angeboten) kamen 475 Liter Wein mit einem Gesamtalter von 3.905 Jahren unter den Hammer. Den schwang, wie bei den vorherigen drei Auktionen von Vinoficio, Rudolf Knoll – und er tat es wie immer: kenntnisreich, mit Humor und Überzeugungskraft. Dieser knollsche Mix führte zu einem sensationellen Erfolg: eine Versteigerungsquote von 100 Prozent und ein Versteigerungserlös von 8.915 Euro. Hinzu kam dann noch eine Spende in Höhe von 1.435 Euro, so dass sich der stoffwechsel e.V. und das Projekt rollimaus in Dresden in insgesamt 10.350 Euro einteilen dürfen. Den höchsten Zuschlag erhielt übrigens der 1988er Château Haut-Brion – jawohl: der 88er! Angekündigt war ein 89er, aber der sollte es dann doch nicht werden. Kommunikationsfehler, aber nicht schlimm. Auch der (nicht ganz so grandiose) Vorgängerjahrgang  brachte unter dem frischen Titel „Es hat nicht sollen sein!“ 360 Euro.

Man nennt sie HoheitenUnter den Gästen sah man übrigens, wie so oft bei Weinveranstaltungen, Weinhoheiten. Sie nennen sich Königin oder Prinzessin – und dieses Mal saßen (am Vortag der Neuwahl sächsischer Wienhoheiten) Katja Riedel (die Queen) und Christin Lustik (the Princess) neben einer Prinzessin ohne saisonalem Ablaufdatum: Alexandra Prinzessin zur Lippe. Unter ihren Augen verzierte Kay Leonhardt, den sie alle nur Leo nennen, eine Flache Proschwitzer Wein. Das machte die Doppelmagnum, deren man eh schon gut trinken kann, auch noch aufhebenswert nach dem Trinkgenuss…

Ob man die dann leere Flasche (die voll in diesem Jahr für 220 Euro versteigert wurde) bei der vinoficio 2014 noch einmal als Kunstwerk anbieten könnte?

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