Alicudi

Mai 2014: Alicudi

Herz und Mittelpunkt der Welt liegen anderswo. Alicudi, die westlichste und zweitkleinste der Liparischen Inseln, hinkt dem Trubel touristischer Ziele ein wenig hinterher, weswegen die Insel durchaus Freunde hat. Es gibt keine Straßen, sondern Treppen. Und statt Autos hat man Maulesel für den Transport. Das erspart einem die Abgase von Benzin oder Diesel, bietet aber ersatzweise zahlreiche Möglichkeiten, in so etwas Ähnliches wie Fettnäpfchen zu treten. Strom und Telefon aber gibt es, wenn auch erst seit 1990.

Die Sache mit der Ruhe muss man mögen. „Il bar e` chiuso“ ist ja nun ein Schild, was wir nicht gerne lesen. Der Betreiber werkelte drinnen herum, aber Wein gab’s noch nicht und das Bier ist warm. Das einzige Hotel der Insel öffnet nur von Juni bis September – hat also korrekterweise im Mai geschlossen. Geöffnet hat das „da Rosina alla Mimosa„, ein bed&breakfast mit angeschlossenem Restaurant. Nach Voranmeldung kann man da auch abends essen – mit garantiertem Fußweg nach Hause, denn Straßen mit Taxi oder Bus gibt’s ja nicht!

Zum Wandern ist die Insel natürlich ein Traum, wenn auch mit eingeschränkten Möglichkeiten, weil man irgendwann alle Wege abgegangen ist. Unterwegs gibt es zum Beispiel die Chiesa di San Bartolo, aber hauptsächlich: Natur, bestellte Felder, weite Blicke übers Meer mit Endpunkt Horizont oder eine andere der Inseln des Archipels.

Maiblatt des Kalenders 2014 (weitere Berichte über Alicudi werden folgen).

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