Kulinarischer Dreiklang Sachsen-Baden-Württemberg

Pressekonferenz BWClassics

50 Winzer, 700 Weine: da kommt ganz schön was auf Dresden zu! Die Weinmesse Baden-Württemberg Classics findet zum siebten Mal in Dresden statt. Am 22. und 23. April (jeweils von 11 bis 18 Uhr) kann man im Internationalen Congress Center mit den Winzern ins Gespräch kommen und sich durch die Weine probieren. Den Degustationskatalog aller Weine findet man kurz vor der Messe als Datenbank im Internet. Hier kann man das breite Angebot nach Rebsorte, Anbaugebiet und weiteren Kriterien sortieren und seinen persönlichen Probier-Fahrplan erstellen.

„Wir freuen uns wieder sehr auf die Weinliebhaber in Dresden“, so Christina Lauber von der Badischen Weinwerbung bei einem Pressegespräch im Wohnzimmer des Raskolnikoff. „ Sie kennen sich fachlich sehr gut aus und wir spüren deutlich, dass wir in einer Weinbauregion zu Gast sind. Umso mehr freuen wir uns, dass viele Gäste jedes Jahr zur Messe kommen und der Qualität unserer Weine so viel Lob aussprechen.“ „Mit unserer Weinmesse halten wir gleichzeitig ein Plädoyer für Weine aus Deutschland als Alternative für Weine aus Übersee.“, ergänzt Ulrich M. Breutner vom Weininstitut Württemberg. „Darin sind wir uns auch mit den sächsischen Winzern einig. Die Weine aus dem Süden Deutschlands können das Angebot der Weine aus Sachsen wunderbar ergänzen, da es ja hier nicht so großen Mengen gibt.“

ProstMiteinander, nicht gegeneinander – das ist der Grundgedanke der Winzer. Beim Pressegespräch waren folgerichtig neben den Veranstaltern und den beiden Weinköniginnen aus Baden (Magdalena Malin) und Württemberg (Andrea Ritz) Vertreter aus Sachsen dabei: die sächsische Weinprinzessin Anna Bräunig (in Vertretung für die Weinkönigin, die mit dem Ministerpräsidenten auf Tour war) und Lars Klitzsch, neuer Vorstandsvorsitzender des Weinbauverbands Sachsen. Auch während der Messe heißt es „Sachsen trifft Baden-Württemberg“, und damit sind nicht nur die sächsischen Käufer*innen gemeint, die auf Winzer*innen aus dem Süden der Republik treffen: In einem der angebotenen (im Eintrittspreis erhaltenen) Seminare werden auch sächsische Weine vorgestellt. Die Weinköniginnen der drei Anbaugebiete widmen sich den Weißen Burgunderweinen und laden zu einer Degustationsreise ein, welche die Bedeutung von Lage, Böden und Klima für den Weinbau eindrucksvoll demonstriert. In weiteren Seminaren stellen die Badischen Weinerzeuger leichte und fruchtige „Frühlings- und Sommerweine“ vor, und die Württemberger beleuchten das Thema „Fasswein – Württemberger Spitzen im Holz veredelt“.

Friedlinde Gurr-Hirsch MdLEin weiterer Schwerpunkt der Messe ist die Präsentation der Jungwinzer aus Baden und Württemberg, die unter den Dachmarken „Generation Pinot“ bzw. „Wein im Puls“ mit Leidenschaft für die Zukunft ihrer Branche arbeiten. Sie sind an einem Gemeinschaftsstand zu finden und wollen (vor allem, aber nicht nur) mit den jungen Besuchern ins Gespräch kommen. Wobei nicht nur dieser eine Stand dazu geeignet sei, miteinander zu reden. Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg, hatte sich tagsüber in Meißen und Umgebung über aktuelle Themen des Weinbaus in Sachsen informiert und was am Abend bei der Pressekonferenz zu Gast. Ihr Fazit zum Tag: „Sachsen hat das Zeug, Wein-Tourismus-Land zu werden!“ Ein Schluss, den sie nach der Besichtigung von (unter andere) Schloss Proschwitz, Schloss Wackerbarth und der Hoflössnitz zog – in der Tat eher den optischen Perlen der Gegend. „Wir sollten die Dörfer gastlich präsentieren!“ sagte die Staatssekretärin und meinte auch, dass es „eine gute Küche“ brauche, um das Heimatland als Urlaubsland bekannt zu machen.

Im Raskolnikoff, wo das Thema Wein und Essen bestens aufgehoben ist, gab es zu einem Drei-Gang-Menü je Gang zwei Weine: einen aus Baden und einen aus Württemberg, vorgestellt von den jeweiligen Weinköniginnen. Dazu durchaus badisch-schwäbisch inspiriertes Essen (Ralf Hiener vom Raskolnikoff ist gebürtiger Freiburger) mit regionalen Produkten: Der kulinarische Dreiklang Sachsen-Baden-Württemberg bereitet großes Vergnügen. Nicht nur die Staatssekretärin war begeistert.

Karten für die Weinmesse gibt es nur an der Tageskasse, ein Ticket kostet zehn Euro. Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn 1 Haltepunkt Mitte / Straßenbahnlinie 6 und 11) reduziert sich der Preis auf fünf Euro. Noch günstiger wird’s für Mitarbeiter*innen von Restaurants und Hotels sowie Weinfachhändler: bis zum 19. April können sie sich per E-Mail oder Fax (0761/ 89 76 63 96) mit den Namen der Mitarbeiter anmelden. Die Namen stehen dann auf der Gästeliste.

Weinmesse Baden-Württemberg Classics
22. und 23. April 2017, jeweils 11 bis 18 Uhr
Internationales Congress Center Dresden
Devrientstr. 10/12
01067 Dresden

www.bwclassics.de/baden-wuerttemberg-classics

 

Mehr lesenswerte Beiträge

  • Nah dran und doch weit wegNah dran und doch weit weg Als er, sagte Sommelier Jens Pietzonka, neulich bei Matthias Hey den Weinberg hochgestapft sei, da sei ihm klar geworden: Auch bei Naumburg gibt es Steillagen! […]
  • Wenn der Wein macht, was der Kellermeister willWenn der Wein macht, was der Kellermeister will Um einen Wein in seiner vollen Komplexität zu erfassen, kann man das übliche Tamtam mit ihm anstellen – oh, pardon: die übliche Prozedur natürlich: das Glas […]
  • Die Genossenschaftsidee und die QualitätDie Genossenschaftsidee und die Qualität Der Plan war dieser: Wir schauen uns im Herbst, den man speziell in Weinkreisen auch gerne den goldenen zu nennen pflegt, den Winzern bei der Weinlese zu, […]
  • Wenn Genossen genießenWenn Genossen genießen Im Ländle ist schon rein von der Wortwahl alles ein wenig anders. Die Winzer nennen sich hier Weingärtner bzw. mundartlich Wengerter – und gegärtnert wird zwar […]
  • Kochsternstundenmenü als Generalprobe zum GeburtstagKochsternstundenmenü als Generalprobe zum Geburtstag Es war so was wie die Generalprobe. Im Stresa, das an diesem 1. März vor vier Jahren in Striesen erstmals seine Tür für Gäste öffnete, gab es zwei Tage vor […]
  • Nachbarschaftshilfe gegen den DurschtNachbarschaftshilfe gegen den Durscht Die Menschen sind ja nicht nur hierzulande freundlich. In Baden und in Württemberg beispielsweise gibt's auch ganz Nette – darunter mitfühlende Winzer. Die […]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*