585. Striezelmarkt eröffnet

Ein erster Rundgang über Dresdens ältesten Weihnachtsmarkt – mit Glühweinverkostung

Wieso ist die 25 Meter hohe Fichte höher als die Frauenkirche?

Der Regen, schien es, kam pünktlich, um den Start vom 585. Striezelmarkt (man hat das Gefühl: wie gewohnt) ins Wasser fallen zu lassen. Aber gemäß der Devise vorwärts immer, rückwärts nimmer rammelten die Dresdner (m/w/d) dennoch in die Innenstadt und wurden belohnt mit dem Ende des Regens in Verbindung mit einem dramatischen Sonnenuntergang just zur tatsächlichen Eröffnung.

Marlene Schäller und Lutz GerhardtWir also auch hin, denn es gab ja die Aufgabe, Glühweine nachzuverkosten oder gar erstmals zu probieren. Die Aktion #gluehwein2019 nahm bekanntlich am Montag in der geschützten Atmosphäre der Weinzentrale ihren Anfang – und beim ein oder anderen Glühwein hatten wir uns bereits gedacht, dass der in freier Wildbahn anders schmeckt. Also führte uns der erste Weg zur Hütte der spicy friends – wo uns Lutz Gerhardt und Marlene Schäller mit einem verdächtigen Zwinkern im Auge begrüßten: jaaaa – dass die erste Charge zu trocken geraten sei, hätten sie noch vor dem Lesen des Beitrags selbst gemerkt und nachgebessert. Probeschluck – nicken: ja, stimmt. Jetzt passt’s. Wie schön, wenn Winzer handwerklich arbeiten und bei Bedarf nachbessern!

Neue Preise beim GlühweinZweite Station: der Stand von Stefan Hermann. Dessen Glühweine kamen mir im Vergleich zu den Trinkerinnerungen aus den Vorjahren ja auch deutlich zu trocken vor, es fehlte das gewisse Etwas. Unsere Vermutung, dass die Flaschenfüllungen der ersten Charge anders schmecken als die Weine auf dem Markt, die sich im Tank weiter entwickelt haben, wurde bestätigt: deutlich schmeichelnder, die Gewürze besser eingebunden. In diesem Jahr (Stand: Eröffnungstag) gefiel mir die rote Version (der Grundwein ist eine Cuvée aus Cabernet, Merlot und Spätburgunder) ein My besser als die weiße (in dem Weißburgunder, Riesling und Scheurebe die Basis bilden) – und bei all den alkoholhaltigen Betrachtungen sei an dieser Stelle auch einmal der alkoholfreie Apfel-Quitten-Punsch erwähnt: der geht nämlich immer.

Beschwipste HennenEinen kleinen Schlenker mussten wir dann noch machen, ohne uns vom Fleck zu rühren. Um es mal so zu formulieren: es gibt ihn nicht mehr, den sauleckeren Eierlikör von oben auf dem Hirsch. Und nun die gute Nachricht: es gibt ihn quasi doch noch, er heißt nur anders (beschwipste Henne) und hat Zuwachs bekommen, denn es gibt sie (die Henne, beschwipst) klassisch, mit Nougat (call me Nudossi, babe) und ganz neu mit Mandelgeschmack. Nicht schlecht, Frau Specht! Das könnte auf eine neue Testserie herauslaufen!

Weingut KethNeu in diesem Jahr sind – nicht nur am Stand von Stefan Hermann – die Preise: 4 Euro für die Tasse Glühwein scheinen sich durchzusetzen. Wir fanden diesen Preis bei einem schnellen Rundgang unter anderem bei Stefan Hermann, den spicy friends, Wackerbarth und Mario Pattis. Da ist dann der Glühwein beim Keth schon nahezu ein Schnäppchen: 3 Euro. Und zumindest der Rote schmeckt, wie immer, richtig gut: nach Gewürzen und mit der richtigen Balance zwischen trocken und süß. Die weiße Variante passte nicht mehr, es wird also eine Fortsetzung geben – die dann auch mit anderen Glühweinen! Und vielleicht Bratwurst im Vergleich 😉

 

 

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