Bewegung bei Gastro-Guides: Gusto bei ZS

Neues vom Gastro-Guide-Markt: Nach der Beendigung der Kooperation mit Gault&Millau wird der Münchner Verlag ZS im Februar 2021 den Gusto veröffentlichen. Neben einem neuen Erscheinungsbild des Guides wird der Restaurantführer auch inhaltlich einige Neuheiten enthalten. So wird es unter anderem etwa zehn Top-10 Listen geben, in denen beispielsweise die 10 besten Restaurants mit dem originellsten Interieur, mit dem eigenständigsten Küchenstil oder einer besonders auf Nachhaltigkeit bedachtem Konzept geben. Entgegen der sonst sehr sachlichen und objektiven Beschreibung und Bewertung des GUSTO-Führers werden hier Tipps und Lieblingsorte der Redaktion einfließen. Auch weitere redaktionelle Themen wie aktuelle Trends in der Gastronomie, werden im neuen GUSTO aufgegriffen.

Für den GUSTO werden jährlich rund 900 Landgasthäuser und Restaurants von einem unabhängigen und schon seit vielen Jahren eingespielten Team getestet, das die festen Kriterien verinnerlicht und überregionale Vergleichsmöglichkeiten hat. So wird sichergestellt, dass die Bewertungen stimmig und einheitlich sind. Getestet wird grundsätzlich anonym und unangemeldet unter falschem Namen.

Redaktionsleiter Markus Oberhäußer ist trotz all der großen Probleme, mit der die Gastronomiebranche derzeit zu kämpfen hat, positiv gestimmt und sagt: „Die meisten Fine Dining-Restaurants sind bei ihrem Konzept geblieben, auch in und nach der Krise. Es zeichnet sich deutlich ab, dass die meisten Küchenteams das Niveau halten und oft sogar noch steigern konnten. Es scheint, als hätten viele Restaurants und Köche die Zeit genutzt, um Dinge zu hinterfragen, sich neu aufzustellen und beflügelt von der Aufbruchstimmung wieder voll durchzustarten. Auch auf Gästeseite gibt es offenbar eine Art Nachholbedarf. So berichten viele Gastronomen und Köche, dass der durchschnittliche Pro-Kopf-Umsatz nach der Wiedereröffnung merkbar gestiegen sei und man richtig gemerkt habe, dass die Leute wieder Lust darauf haben, gut essen zu gehen und nicht jeden Cent umzudrehen.“

Auffallend sei, dass derzeit im Süden Deutschlands nahezu alle Restaurants schon wieder geöffnet haben, während im Norden vor allem die Fine Dining-Lokale in Hotels deutlich zögerlicher aus dem Shutdown zurückgekehrt sind und bis zum heutigen Tage noch längst nicht alle wieder Gäste empfangen. Auch in der Hauptstadt Berlin, wo sich die Restaurantszene in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt hat, aber auch stark von internationalem Tourismus lebt, sind noch zahlreiche einschlägige Adressen bis auf unbestimmte Zeit geschlossen. Bis Anfang November wird das Team noch unterwegs sein und dann hoffentlich auch die letzten Rückkehrer noch besuchen können, so dass bis Redaktionsschluss alle empfehlenswerten Betriebe die Chance erhalten haben, auch in der neuen GUSTO-Ausgabe dabei zu sein.

[Quelle: Pressemeldung des Verlags]

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