Nachbarschaftshilfe gegen den Durscht

Kastenmeiers BaWue

Die Menschen sind ja nicht nur hierzulande freundlich. In Baden und in Württemberg beispielsweise gibt’s auch ganz Nette – darunter mitfühlende Winzer. Die haben nämlich, was den Sachsen fehlt: Viel Wein. Streng genommen: Zu viel Wein zum alleine austrinken. „Und weil es hier so wenig gibt, helfen wir doch gerne aus!“ sagte Kilian Schneider, Präsident des Badischen Weinbauverbands, bei einem Pressegespräch im Kastenmeiers. Zur Nächstenliebe gesellt sich freilich auch ein ganz klein wenig Selbstzweck: Am kommenden Wochenende (25. und 26. Mai) findet die Weinmesse Baden-Württemberg Classics statt – zum dritten Mal in Dresden. Und da hätte man schon gerne einige Besucherinnen und Besucher, damit die dort gezeigten über 700 Weine, Sekte und Schnäpse nicht wieder mit zurück nach Hause genommen werden müssen…

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Stephanie Knapp (links) und Katharina Zimmer.

Damit die Fotografen was Ordentliches vor die Linse bekamen, waren Königliche und Bürgerliche zum Vorgespräch gekommen: Katharina Zimmer, Badische Weinkönigin 2012/13 und Stephanie Knapp, Württembergische Weinprinzessin 2012/13. Das waren, wie man in Weinkreisen so sagt,  die Majestäten. Vom bürgerlichen Lager begleiteten sie der bereits erwähnte Präsident des Badischen Weinbauverbands, Kilian Schneider und sein Kollege Hermann Hohl vom Weinbauverband Württemberg und die Geschäftsführer der beiden Verbände. Zusammen informierten sie fundiert und locker über die Gegend, die Weine – ganz besonders natürlich gab’s Hintergrundinfos zu den Weinen, die das Essen im Kastenmeiers begleiteten.

Bis auf einen Crémant vorweg kamen alle Weine von Winzergenossenschaften oder – wie man im Württembergischen sagt: von Weingärtnern, die genossenschaftlich organisiert sind. Die Genossenschaften haben beachtliche Größen – die in Achkarren ist mit 150 ha eine der kleineren. 150 Hektar – das entspricht knapp einem Drittel der gesamten sächsischen Anbaufläche. Den 2012er Jahrgang bezeichnete Hermann Hohl als „optimalen Jahrgang, der in die Geschichte eingehen wird“ – was „nach dem Froscht 2011, der 50 Prozent der Ernte kaputt gemacht hat“, auch dringend nötig sei. (Ach ja: Einen Sprachlehrgang gibt’s – neben Seminaren zum Wein – während der Messe auch. Könnte luschtig werden!)

Karten für die Weinmesse gibt es nur an der Tageskasse, ein Ticket kostet zehn Euro. Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln reduziert sich der Preis auf fünf Euro. Noch günstiger wird’s für Mitarbeiter*innen von Restaurants und Hotels sowie Weinfachhändler: sie können bis zum 21. Mai zwei Mitarbeiter*innen kostenfrei anmelden.

[Update 23. Mai: Mein Beitrag in den DNN zum Thema:]

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