Luigi e Luigi

Freundliche Begegnungen mit zwei Zugereisten auf Vulcano

Das Boot kommt

Manche Tage meinen es gut mit uns, andere eher nicht. Zuerst hatte das Aliscafo Verspätung, was ja nicht wirklich schlimm ist, wenn man im Urlaub unterwegs ist. Aber wenn deswegen logischerweise auch die Ankunft am Ziel später erfolgt und es just beim Aussteigen zu regnen anfängt, dann sagst Du Dir schon: Wäre das Boot in Salina S. Marina pünktlich gewesen, säßen wir vielleicht schon bei einem Glas Wein im neuen Quartier auf Vulcano!

Wäre, säßen, vielleicht: So war’s also nicht. Stattdessen eben: Regen – und kein Abholer. Der hatte, wie sich später rausstellte, jemand anders aufgegabelt und durch Vulcano kutschiert. So ist das, wenn Boote Verspätung haben. Als Luigi uns dann nach SMS und Telefonat aufgabelte, fiel das Resümee sehr sizilianisch aus: Wie lange wir gewartet hätten? Dreißig Minuten? Das sei doch quasi nichts, für italienische Verhältnisse!

Unser leichter Groll war schnell verzogen, weil Luigi so herzhaft lachte und sich die kleinen schwarzen Löckchen im Haar vor Freude noch mehr zu kringeln schienen. Wir fuhren mit Luigi zum Haus („Keine Sorge, das ist fertig!“) und weiter die paar Meter bis zum Porto di Ponente, dem kleinen Hafen mit der großen Badebucht gleich nebenan. Schwarzer Sand – Vulkan und so, ist klar.

Dann zurück am Haus vorbei („It’s up there and ready for you!“) und weiter: Da ist der Bäcker, um die Ecke gleich der nächste. 500 Meter bis zum Haus. Weiter Richtung Zentrum von Vulcano Porto, vorbei am Porto di Levante – da hatten wir uns am Anleger der Linienschiffe vor einigen Minuten doch getroffen?! Um die Ecke, Stopp beim Autovermieter: „Das ist auch ein Luigi, Luigi due sozusagen!“ Luigi II ist da, großes Hallo: „Ciao Luigi!“ – „Ciao Luigi!“ Der andere Luigi hat mit unserem nichts zu tun, außer dass sie sich kennen.

da-Luigi_4028Andreas-Luigi Segatta, der Alles-was-Räder-hat-Vermieter, kommt aus dem Schwarzwald, aus Furtwagen. Er ist Kind deutsch-italienischer Eltern und lebt seit zwanzig Jahren auf Vulcano, wo er zusammen mit Nidra Haupala sowas wie ein touristisches Informationszentrum mit praktischen Anwendungen betreibt. Die reichlichen Infos gibt’s gratis, aber von irgendetwas Leben muss man ja auch: Da kommt dann Nolo Sprint da Luigi ins Spiel, wo es Fortbewegungsmittel auf Rädern gibt. Und für die Wanderer auf den Vulkan findet man auch die passende Ausrüstung, damit man im Zweifelsfall nicht in Badesachen hochschlurfen muss.

Luigi B.Luigi I empfahl uns Luigi II und kutschierte uns weiter ins Heim. Luigi Bonanno, der Ferienhaus-Vermieter, kommt eigentlich aus Messina auf dem sizilianischen Festland. Häuser vermietet er auf Vulcano schon seit einiger Zeit – insgesamt zwanzig sind es, wenn wir uns da richtig verstanden haben. „Mai, Juni ist für mich mit die schönste Zeit – weil es nicht nicht so voll ist auf der Insel und wir uns auch um die Gäste individuell kümmern können!“ sagte er – bei einer sehr individuellen Betreuung: Luigi hatte uns eingeladen, vom zweithöchsten Berg Vulcanos auf den Krater und die anderen Inseln zu gucken: „Vom Monte Saraceno könnt ihr alle sieben Eolische Inseln sehen!“ Aber das ist eine eigene Geschichte!

Luigi Bonanno
Tel. +39 090 9852157, +39 335 6040045
www.baiadiponente.it/

Nolo Sprint da Luigi
Via Provinciale
98050 Vulcano Porto
Tel. +39 347 7600275

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