Neue Zeiten in Sachsens Weinmonarchie

Podcast "Auf ein Glas", Episode 62: die 34. Sächsische Weinkönigin Sabrina Papperitz zu Gast

Podcaster vor Ort

Heute sind wir royal. Ausnahmsweise, denn sonst sind Weinhoheiten ja kein wesentlicher Bestandteil unserer Diskurse rund ums Weingeschehen. Aber in Zeiten, wo ein Prinz König wird, redet ja viele über die Royalen. Und wenn in Sachsen eine Prinzessin Königin wird, kann man sich dem ja mal anschließen. Sabrina Papperitz heißt die neue Weinkönigin, die im vergangenen Jahr offiziell Prinzessin war, aber in der Wahrnehmung vieler aus der Szene da schon etwas mehr. Sie saß, kurz nach der Wahl, zusammen mit ihrem Freund Sebastian Schreiber auf einen Feierabend-Wein in der Abendsonne vor dem Wein&fein, als wir gerade Martin Biedermann zum Podcast begrüßten. Natürlich nutzten wir das zum Antrittsglückwunsch und luden das royale Paar zum Podcast ein – das Bild oben hat „der Basti“ für uns aufgenommen.

Sabrina und BastiSchnell merkten wir beim Podcasten, dass offenbar neue Zeiten angebrochen sind in der bis dato eher trägen Weinköniginnen-Szene Sachsens. Zum einen ist der Andrang auf das Amt hier ja nicht wirklich groß, auch in diesem Jahr galt: wer sich bewirbt, wird schon ein Amt kriegen. Und dann ist das Selbstverständnis in unserer Wahrnehmung bislang auch eher so ein Winke-Winke-Amt gewesen, wobei sich die Bezeichnung Grüßaugust nur deswegen verbietet, weil die Weinkönigin ja nicht männlich ist, also gar nicht August heißen kann. Aber Sabrina Papperitz scheint da einiges anders machen zu wollen. Dazu gehrt auch, dass ihr Freund und aktiver Helfer im eigenen Weinberg sie nicht nur als Chauffeur begleitet, sondern ein weinwissender Begleiter ist. VIelleicht ein dezenter Hinweis darauf, dass eine Doppelspitze auch keine schlechte Idee wäre…

Worüber wir so sprachen:

  • 01:29 zu Gast: die 34. Sächsische Weinkönigin: Sabrina Papperitz (und dabei: Sebastian Schreiber)
    Es gibt was, was ihnen die aktuelle deutsche Weinprinzessin Saskia Teucke empfohlen hat
    PLOPP!
    Pinot Rosé Brut von Mussler (Pfalz)
  • Weine zum Podcast06:06 Arbeitsbeginn!
    wir haben Bacchus gespindelt – was ist denn das?
    Gräfe sagt: 73 Grad Öchsel sind 11,5% Alkohol
    wir haben einen eigenen Weinberg
    Einzellage Johannisberg in Radebeul, 680 m2
    schön weit oben, so wie’s Freude macht
  • 08:37 wer macht den Wein? die Genossenschaft
    es gibt auch Lagenweine bei der Genossenschaft, sagt der Basti
    Namensidee für nen Perlwein: der Rebenschleicher…
    wann gelesen wird, wird zentral entschieden—
    …aber unsere Weine sind immer sehr früh reif. Da warten wir auf den Lesebefehl
    ein „selektives Grundproblem dieser Struktur“ nennt MüMa das
  • 13:44 „Ich bin Freundin von Bouquet-Rebsorten“
    manchmal kommt’s auch auf die Etiketten an
    Tino Latzko ist Designer des Sekt-Etiketts
    es ist zählebig, Bewerberinnen zu finden für das Amt der Weinkönigin in Sachsen
    Wein (auch: Wein machen) ist ein tolles Hobby, und es ist toll, dass ich das nach außen repräsentieren kann
    Arbeitgeber unterstützt sie bei Ausübung des Ehrenamts
    wieviel Zeit kostet das Ehrenamt?
    es gibt kein Geld dafür, aber Anerkennung
    was tun, wenn man halbtrockenen oder lieblichen Rotkäppchen geschenkt bekommt? –> Champagnersauerkraut machen!
    von Rotkäppchen zu Saale-Unstrut als Anbaugebiet – Vergleich mit Sachsen
    das Bindegleid zwischen Saale-Unstrut und Sachsen ist Jessen. Warum?
    Die Geschichte des Weinbaus in Kaitz. Zu Recht unbekannt?
    …und nun endlich die Geschichte vom kleinen Ul, der mal Weinkönig werden wollte
  • 31:20 Wein vom Weingut Lehmann
    Roter Muskateller
    woran die junge Liebe beinahe gescheitert wäre: Riesling halbtrocken
    peinliche Vergleiche mit Riviera, Nizza, Florenz – die Originaler haben das nicht nötig.
    in Weinböhla sollen alle 67 in Sachsen heimischen Rebsorten in der Stadt angepflanzt werden
    Weinlehrpfad haben sie unter ihrem Weinbergstück
    …und auch Kahlerts Weinberg in Kaitz hat so was
    die Region hat einen Riesensprung gemacht von 1996 bis heute
    die Goldriesling-Aversion erklärt
    ich blicke nach vorne, ich will Dinge voran bringen
  • Wir reden über Ohrringe42:23 neuer Wein, die Killerfrage am Anfang: Sieht man dort Freude auf dem Etikett? – Spontane Antwort: Nö
    Etikettenlesung: 2021er Schieler Bio, der Wein der sächsischen Weinhoheiten
    majestätisch ausgeschenkt (die Gläser sind gut gefüllt!)
    kling klang klong
    was ist ein Königinnenwein?
    der Weinbauverband schreibt aus, und mal hgewinnt der eine Betrieb und mal der andere. Und dann wieder der eine usw usf
    die Königin würde sich freuen, wenn es auch mal ein anderer Betrieb wäre…
    was ist ein Schieler?
    schmeckt der? Es geht!
  • 51: 25 Matthias und die Hoflössnitz
    wer sucht eigentlich die Weine aus für den Königinnenwein?
    früher war’s immer Traminer, dann Schieler – mal was anderes um die Vielfalt zu zeigen wäre auch schön!
    die Weinkönigin findet das Etikett schön!
    Ob die Weingüter die Chance nutzen, sich damit zu repräsentieren?
    schneidest Du das raus?
    das Jammern des Prinzen, nicht wahrgenommen zu werden
    eine kleine Etiketten-Stilkunde-Kritik
  • 54:44 wie soll man Österreich blind verkosten, die outen sich am Schrauber!
    der Trollinger ist der Goldriesling Württembergs
    und dann reden wir über Dirndl und so

Auf ein Glas – der Podcast der STIPvisiten. Gespräche beim Wein. Über Wein. Über Essen. Und übers Leben, natürlich.

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