Besondere Weine verdienen besondere Aufmerksamkeit

Ein Menü auf Meissner Prozellan zu den Unexpected-Weinen von Schloss Proschwitz

Matthias Gräfe, Georg Prinz zur Lippe, Frank Ollhoff

Das Unerwartete zu erwarten, zeugt von einem durch und durch modernen Intellekt„, sinniert Lady Laura Cheveley in der turbulenten Komödie „Ein idealer Gatte“ vor sich hin. Sie tat’s ursprünglich vor über 130 Jahren, und so erwarteten wir bei einer Pressekonferenz zum Thema „Unexpected“ keineswegs Konversation um Erpressung und Moral, sondern (weil wir ja Vorwissen hatten) vielmehr um Wein und passende Speisen. Sehr angemessen. Wer’s damals nicht gelesen hat: Unexpected heißt eine neue Edition von Weinen von Schloss Proschwitz, die anders sind als erwartet: ein Goldriesling, der quasi eine handgelesene Spätlese ist, ein kühler, juveniler Chardonnay, eine filigrane (und auch später als alle anderen gelesene) Scheurebe. Diese Weine mit passendem Essen zusammenzubringen, war die Idee des Radebeuler Gastronomen Matthias Gräfe (Gräfes Wein & fein). Nun hat er die Idee erweitert: um Partner und um Orte…

Manchmal muss es Meissen seinLos geht’s mit dem Team vom Petit Frank, das am 15. April ein Unexpected-Menü im Signa­ture Store von Meis­sner Por­zel­lan an der Frau­en­kir­che servieren wird – natürlich auf Meissner Porzellan. „Wir haben eine wunderbare Kulturlandschaft, wir haben hier tolle Menschen, es gibt hier ganz viele nette Gastgeber  – und das wollen wir auch zeigen“, erläuterte Matthias Gräfe das Konzept. Wobei er groß denkt und nicht ausschließen mag, dass diese Plätze wirklich an unerwarteten Orten sind: „Die müssen nicht in Sachsen sein, die können auch in Osnabrück sein oder in Suhl. Wir wollen einfach mal zeigen: das ist unsere sächsische Wein- und Genusskultur!“, meinte Gräfe.

Unexpected (Schaum)-Wein-FlightDass besondere Weine besondere Aufmerksamkeit verdienen, findet Georg Prinz zur Lippe als Besitzer des Weinguts Schloss Proschwitz natürlich gut. „Es geht im Prinzip darum, eine kreative Atmosphäre zu schaffen, die Spielräume schafft und Spaß am Genuss gehört natürlich primär dazu“, sagt er. Und nicht nur ihn freut es, wenn die immer wieder neue Kombination von Wein und Speisen vor allem Spaß macht. Sein Weingutsleiter Björn Probst fasste es so zusammen: „Dafür machen wir Wein. Das darf man nie vergessen. Wir philosophieren Wein rauf und runter. Aber im Endeffekt muss es Spaß machen ihn zu trinken!“

Für den Abend am 15. April (Preis 130 Euro) im Meissen-Flagshipstore kann man ab sofort einen der max. 24 Plätze reservieren. Infos über Petit Frank und Gräfe’s Wein & fein.

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