Der Vater war Jäger – der Bub aber eher nur ein spielerischer Helfer, der nicht wirklich Blut geleckt hat. Und dann entschloss er sich auch noch, ein Fischrestaurant zu eröffnen – weit weg vom Jagen mit Hirschkeule oder Wildschweinragout. Aber die Zeiten ändern sich, der Bub von damals ist heute gut vernetzt – und da ergibt sich mal dieses, mal jenes. Und so kam der Gerd Kastenmeier zur Jagd, theoretische Prüfung mit (wie immer…) auch unangenehm schweren Fragen inklusive. Nur gut, dass man als Koch ja sowieso den Blick fürs große Ganze hat und nicht nur Fragen zur Hege und Pflege, sondern auch etwas weiter gedacht zum Was dann? beantworten kann: was passiert mit dem Tier, wie bereitet man es zu?
Da hatte der Promi-Koch natürlich Antworten aus dem FF parat, Gäste in seinem Restaurant im Taschenbergpalais profitieren seit einiger Zeit davon: Wild läuft da prima, Fischrestaurant hin und ausgezeichnete Austern her. Aber die Devise Nose to Tail (also möglichst alles vom Tier zu verarbeiten) ist in der Praxis eines Feinschmeckerrestaurants durchaus herausfordernd: Hirschrücken mit Rosenkohlblättern und handgeschabten Spätzle? Passt! Aber was ist mit Leber, Herz und Nieren? Die kriegt der Hund! Der Hund? Genau: „Wir haben aus den Innereien eine Paste gemacht und sie zusammengerührt mit Buchweizenmehl, Quinoa, Leinsamen, Vollei und etwas geriebener Eierschale!“, verrät Gerd Kastenmeier – und knabbert selbst an so einem Leckerli. „Kann man essen – ist natürlich ungewürzt und somit für uns ungewohnt!“
Murphy, der dreijährige Zwergrauhaardackel von Kastenmeier, liebt’s jedenfalls. Daher tragen die Leckerli das Siegel „Von Murphy empfohlen“. Aber nicht nur Murphy schmeckt’s (er musste für die Fotografen der Presse posen und konnte gar nicht genug bekommen), offensichtlich sind auch andere Hunde ganz wild auf Wild. Weswegen es die Leckerli jetzt auch abgepackt zu kaufen gibt…
Kastenmeiers – das Fischrestaurant im Taschenbergpalais
Taschenberg 3
01067 Dresden
Tel. +49 351 48484801
www.kastenmeiers.de
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