Qualität, Sensibilität und Gestaltung

Fotoausstellung in Faro über die Naturlagunen der Algarve mit Beteiligung von UVS

Ausstellung am Abend

Der Jardim Manuel Bíva ist einer der lebendigen Plätze in Faro – zwischen dem kulturellen Altstadt-Teil mit Kathedrale und Stadtmuseum auf der einen und dem wuseligen Altstadtbezirk mit ihren zahlreichen Kneipen und Restaurants auf der anderen Seite. Seit dem 1. April und noch bis Ende Juni bereichert eine Ausstellung mit Fotos von 20 Fotografen den Platz. As Grandes Rias Naturais do Algarve: Formosa e Alvor (Großartige Naturlagunen der Algarve: Formosa und Alvor) ist das Motto – und eine der Tafeln zeigt vier Fotos von mir.

Der Künstler ist anwesendEingeladen zur Teilnahme hatte mich der Fotograf Mauro Rodrigues, der die Ausstellung für den Freien Verband der Fotografen der Algarve (ALFA – Associação Livre de Fotógrafos do Algarve) kuratiert hat. Ein Luftbild (aufgenommen beim Anflug auf Faro) hatte Mauro bei Flickr gefunden – um das Thema abzurunden, hatte ich drei weitere Luftbilder angeboten – alle vier schafften es dann (über eine Zwischenrunde, es sollte ja spannend bleiben) bis in die Ausstellung, die der Stadtrat Faro gefördert hat. „Die Qualität, die Sensibilität und die Gestaltung Ihres Vorschlags waren ausschlaggebend für diese Entscheidung, da sie den natürlichen Reichtum unserer Sumpfgebiete vorbildlich widerspiegeln„, lautete die Begründung der Jury. Insgesamt vereine die Ausstellung „eine Sammlung fotografischer Arbeiten, die die Schönheit, Vielfalt und ökologische Bedeutung zweier der relevantesten Lagunensysteme im Süden Portugals: die Ria Formosa und die Ria de Alvor zeigen.

Tafeltext

Tafel mit vier Bildern von uvsMit dem Flugzeug an die Algarve zu reisen, ist wie an einer visuellen Lotterie teilzunehmen. Der Erfolg hängt vom Glück ab: von der Seite des Flugzeugs, auf der man sitzt. vom Wetter und vom Stand der Gezeiten, die unterschiedliche Geheimnisse der Landschaft offenbaren. Wenn all diese Elemente beim Anflug auf Faro zusammenkommen, entfaltet sich die Ria Formosa in atemberaubenden fraktalen Mustern und gleicht handgemalten Gemälden, die von der Natur selbst geschaffen wurden. Aufgrund der Geschwindigkeit des Flugzeugs und der vielen Acyrl- und Glasschichten des Fensters erhalten die aufgenommenen Bilder eine organische Weichheit.  Diese technische Einschränkung erzeugt letztlich einen Effekt der unscharfen Fokussierung, der an den klassischen Pointillismus erinnert. Das Ergebnis ist nicht nur eine geografische Aufzeichnung, sondern eine unerwartete künstlerische Interpretation, in der die Unvollkommenheit des menschlichen Blicks auf die Perfektion der Formen der Lagune trifft.

 

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