Weinprobe im offenen Hof

Ostern, Pfingsten und manchmal geöffnet: Weinbau Fehrmann

Winzerhof Fehrmann

Wenn Ostern so früh ist wie in diesem Jahr, kann es ja im Elbtal noch bannig kalt sein. Kann – muss aber nicht. „Als ich heute morgen raussah, war noch alles weiß vom Rauhreif!“ sagte uns Ines Fehrmann am Nachmittag, als wir jackenfrei in der Sonne im Hof des Winzerhofs Fehrmann saßen und einen der neuen Weine probierten. Tja, so ist das Ostern: Vom Eise befreit und so. Wir sitzen, am Ende einer kleinen Wanderung durch Oberwartha, vorbei an den Fünf Brüdern und dann durch den oberen Teil des Amselgrunds zurück zum Ausgangspunkt, im Anwesen von Rolf Fehrmann. Der hat (leider, muss man als weinaffiner Wanderer sagen) keine reguläre Besenwirtschaft, macht aber seinen Hof regelmäßig auf – zu Ostern, Pfingsten und bei den Tagen des offenen Weingutes. Und auch beim WeinWanderWochenende des DWI macht Fehrmann mit, in diesem Jahr zum fünften Mal (2012 sind wir mitgewandert).

Im weitläufigen Hof stehen überall Sitzgruppen – und wenn alle voll sind, findet sich erstaunlicherweise bei Neuankömmlingen immer noch eine Bank in der Scheune, die schnell heraus in die Sonne getragen wird. Die komplette Familie Fehrmann bedient – trotz der Größe des Hofs und der vielen Gäste geht das einerseits erstaunlich schnell, es bleibt aber andererseits auch noch genügen Zeit für den einen oder anderen Schwatz. Das Geheimnis: alle gehen zu allen – und keiner macht Stress.

Auf der Karte stehen sechs Fehrmann-Weine, die quasi hinterm Haus im 800 Jahre alten Weinberg gewachsen und vom befreundeten Winzer Lars Wellhöfer (der auch bei unserer Wanderung dabei war) ausgebaut werden. Alle Weine tragen den Jahrgang 2015, sind also einerseits unter guten Bedingungen gereift, aber andererseits noch jung. Aber was soll man denn tun, wenn die Leute in den Hof einfallen und Durst haben, der Vorjahreswein aber ausverkauft ist? Wir probierten den Landwein A1 (2,50 €/0,1l), den wir bei den Kochsternstunden im Kempinski schon zum Essen hatten (und der uns dort, obwohl wir ihn als schönen Terrassenwein eingestuft hatten, sogar besser gefiel – frag‘ nicht warum). Dafür kamen wir mit dem Rosé, der aus einem Dornfelder gemacht wurde und ein bissl fruchtig ist, sehr gut klar (2,50 €/0,1l). Zu trockene Rosés braucht kein Mensch, und dieser war gerade richtig für die Zeit nach der Wanderung. A3, ein 2015 Weißburgunder, vereint alte Reben aus der Terrasse (3,00 €/0,1l). „Fruchtig“ steht auf der Karte, dahinter steckten 20 g Restsüße (wenn ich es richtig verstanden habe) – und ein wirklich süffiger Wein. Unser Liebling von den drei probierten.

Pfingsten, so hörten wir, gibt’s dann den A2. Mal sehen, was der uns dann sagen will…

Weinbau Fehrmann
Talstraße 62
01156 Dresden

Tel. +49 351 454 19 70
www.weinbau-fehrmann.de

Termine 2017:
25. Mai: ab 14 Uhr
4./5. 6.: Pfingsten ab 14 Uhr
24. 6.: Hoffest 14-20 Uhr
26./27. 8.: Tage des offenen Weingutes in Sachsen, je ab 10 Uhr; Weinbergsführungen um 10 / 12 / 14 / 16 Uhr
Advent: An den ersten drei Adventssonntagen ab 14 Uhr „Glühweingrotte“

[Besucht am 27. März 2016 | Zur Karte der hier besprochenen Besenwirtschaften]

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Weinbau Fehrmann

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Weinbau Fehrmann 51.079490, 13.614010 STIPvisitenWeinbau Fehrmann, Talstraße 62, Dresden, Deutschland (Routenplaner)

16. / 17. 04.: Ostern, je ab 14 Uhr
29. / 30. 4.: WeinWanderWochenende des DWI – Treffpunkt 11 Uhr Niederwartha – Parkplatz beim Italiener
geführte Wanderung linkselbische Täler Cossebaude – Weißtropp – Kleinschönberg

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