Draußen keineswegs nur Kännchen

Bei gutem Sommerwetter eine wunderbare Alternative zum Gewölbekeller vom Restaurant Daniel

Restaurant Daniel

Für die Bedienung in einem Gewölberestaurant ist es schon eine ganz besondere Erfahrung, wenn die Gäste herunterkommen in den kühlen Keller und sagen: „Es hat aufgehört zu regnen – können wir draußen sitzen?“ In diesem verregneten Sommer gibt es nämlich auch Lichtblicke – und so einen hatten wir, nach dem gerne gegossenen Abendschauer, erwischt. Die Bedienung im Restaurant Daniel strahlte: Wie, schönes Wetter? Natürlich können Sie raus auf die Terrasse!

Wir waren (mal wieder) rübergefahren in die Dresdner Neustadt, um dort eben diese Terrasse im lauschigen Hinterhof auszuprobieren. Man sitzt ruhig, wunderbar ruhig im Tummel der Stadt – und es gibt, selbstverständlich!, das volle Angebot wie unten im Restaurant. Die Bedienung erkannte uns wieder (was wir zwar immer nett finden, aber ja das unbefangene Testen auch irgendwie einschränkt) – aber egal: sie war fix und freundlich, und wir waren glücklich und entspannt. Neben der locker-legeren Atmosphäre trugen dazu natürlich auch die Ankommer bei: ein Rosé frizzante aus Venetien (0,1 l für 3,50 €) und eine Cuveé Alexandra von Schloss Proschwitz (0,1l für 6,50 €)…

Kartoffelsack mit Brötchen und Kräuterquark (frische Kräuter, was sonst?) sind Standard beim Daniel als Küchengruß und sehr willkommene wie vorzügliche Ohnmachtshappen. Da bei unserem Besuch die Pfifferlingszeit gerade begonnen hatte, mussten die es natürlich sein: In der Vorspeise mit Salaten (8,50 €), aber vor allem im Hauptgang zu Kaninchen und Nudeln (19 €). Ein Traum von zart und saftig – also: Kaninchen kann er, der Daniel! Und da uns beim Besuch im April der Karpfen so positiv aus der Bahn gehauen hatte, forderten wir das Glück ein zweites Mal – und siehe da: Karpfenfilet im Knuspermantel und buntes Gemüse, Kartoffelstampf war schon wieder so ein Aufreger. Schöne schaumig geschlagene Sauce, Fisch auf den G-Punkt gebracht, Kräuter drüber: perfekt. Zu beiden Gängen passte der Müller-Thurgau von Martin Schwarz (Flasche 31 €) ganz prima.

Zum Dessert waren wir aus Sicht unserer Geschmacksgewohnheiten experimentell und hatten uns auf ein Blauschimmelsoufflé mit marinierten Erdbeeren (7 €) eingelassen. Das war ordentlich gemacht, brachte es aber nicht auf unsere Liste unbedingt immer wieder zu bestellender Nachtische. Einen Trost haben wir: die Karte wechselt ja regelmäßig…

Restaurant Daniel
Daniel Fischer
Nieritzstraße 11
01097 Dresden

Telefon 0351 / 81197575
www.restaurant-daniel.de

Geöffnet:
Mo – Sa, Feiertags 17.00 Uhr – 24.00 Uhr; Sonntag geschlossen

[Besucht am 12. Juli 2014 | Karte der hier besprochenen Restaurants in Dresden und Umgebung]

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