Radebeul wird Ende März zum Treffpunkt der regionalen Weinszene: Mit der „WeinWelten Nord-Ost“ startet die Nachfolgeveranstaltung der früheren „Großen gemeinsamen Jungweinprobe“ in einem erweiterten Format. Wie auf einer Pressekonferenz bekannt wurde, haben sich bislang 34 Aussteller angemeldet – darunter 31 Winzer sowie eine Weinbaugemeinschaft. Als Partner außerhalb der Weingüter sind unter anderem die Volksbank (als Sponsor der Veranstaltung) mit einem Stand sowie Anbieter von Weingläsern und regionalen Spezialitäten vertreten.
Im Vergleich zum Vorjahr wächst die Weinmesse deutlich: 2025 waren es 20 Aussteller, nun sind es über zehn mehr. Die Veranstalter verfolgen dabei bewusst ein überregionales Konzept. Neben sächsischen Betrieben sind erneut Vertreter aus Saale-Unstrut dabei, außerdem Weinerzeuger aus Brandenburg – teils aus dem brandenburgischen Landweingebiet, teils aus angrenzenden, administrativ zugeordneten Anbaugebieten.
Neuer Austragungsort ist das Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft im Historischen Güterbahnhof in Radebeul-Ost, direkt am S-Bahnhof und nicht weit von der Linie 4 und anderen ÖPNV-Haltestellen. Das soll auch Gästen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern. Am Sonntag, 29. März, richtet sich die Veranstaltung an Endverbraucher, der Montag danach ist ein eigener Fachtag nur für für Gastronomen und Wiederverkäufer (die zahlen keinen Eintritt, müssen sich aber beim Weinbauverband anmelden). Die Ticketpreise bleiben unverändert bei 29,90 €; für den Sonntag seien bereits rund zwei Drittel der Karten verkauft, die Zielgröße liegt bei etwa 300 Gästen.
Ein Schwerpunkt liegt auf direktem Austausch mit den Produzenten. Ergänzend werden stündliche, geführte Weinproben in einem separaten Raum angeboten – mit Themen von Rebsorten über Sekt bis hin zu älteren Jahrgängen. Auch das gastronomische Angebot wurde ausgebaut, um die Probe mit passenden Speisen zu ergänzen.
Branchenzahlen zeigen zugleich die Entwicklung im Weinbau: Für 2025 wurden rund 2,95 Millionen Liter geerntet – eine große, qualitativ gute Menge. Die Rebfläche bleibt mit rund 500 bis 530 Hektar stabil, während die Zahl der Kleinstwinzer weiter sinkt. Die Veranstalter sehen in der WeinWelten Nord-Ost daher auch ein Instrument, um Sichtbarkeit für Wein aus dem Nordosten zu stärken und ihn stärker in Handel und Gastronomie zu verankern.
Info: Weinbauverband Sachsen

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