Nette Leute auf Sardinien

Hintergrund: Warum einige STIPvisiten so passieren konnten

Guide locali

Manchmal muss man ja einhalten und erklären, wie das alles so zusammenhängt, bis hier ein Artikel entsteht. Denn es ist ja nicht nur alles streng subjektiv, wie schon im Untertitel des Blogs zu lesen ist, sondern obendrein auch noch rein willkürlich. Ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Aber meist ist dieser Ausschnitt nicht willkürlich gewählt, oft gibt es eine Geschichte hinter den Geschichten.

Dass wir jetzt auf Sardinien noch mehr nette Leute kennen lernen als sonst auf unseren Reisen, ist kein Zufall, auch wenn es einer Reihe nicht geplanter Dinge brauchte, bis es soweit war. Es fing vor fünf Jahren an, als wir auf der Kulinaria Alberto Gaviano kennen lernten. Ein Sarde, der heimische Dinge anpries und mit dem wir schnell bei einem (nun gut: mehreren) Schluck Wein ins Gespräch kamen. Wir sahen uns dann kurz drauf in Berlin bei einer Messe mit noch mehr Sarden – und hielten danach lockeren Kontakt. Es gibt ja Telefon und E-Mail.

Bei einem neuerlichen Telefonat stellten wir fest: Alberto arbeitet jetzt für die Stadt Meerane und soll die Städtepartnerschaft mit Lanusei in Sardinien beflügeln. Und wir hatten gerade vorher Urlaub keine 15 Kilometer weiter unten in Strandnähe gebucht. Da mussten wir uns doch vorher schon in Dresden treffen, um Tipps einzufordern! Taten wir auch, mit viel (von Alberto mitgebrachten) sardischem Wein und guten Essen in der Brasserie Ehrlich.

Die Nachwehen erleben wir jetzt: Alberto hatte organisiert. Cinzia aus Lanusei, die vor einiger Zeit einen einmonatigen Lehrgang in Meerane mitgemacht hat, wurde unsere guida locale. Sie brachte Mauro mit, ihren Freund. Und zusammen brachten sie Marco mit, der uns in die Geheimnisse von Nuragen einweihte. So kommt man zu Orten, die man sonst nicht gefunden hätte, gutes Essen im Agriturismo inklusive. Anderntags war es dann gar der Bürgermeister von Lanusei, Davide Ferreli, mit dem wir uns beim Mittagessen über die Perspektiven sardisch-deutscher Zusammenarbeit im Allgemeinen und die Möglichkeiten der Partnerschaft Lanusei-Meerane im Speziellen unterhielten. Nicht ohne vorher Einblicke in die Geheimnisse des Brotmachens bekommen zu haben – aber natürlich nicht irgendeines Brotes, sondern des speziell sardischen Pane Carasau.

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